Armamputation

Armprothetik

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Auf Wunsch des LVampNRW wurden durch Hr. Dr. Stefan Schultz (CEO) die Türen der Vincent Systems GmbH (Hersteller von Prothesenhänden) in Karlsruhe für eine außerordentlich interessante und aufschlussreiche Firmenvorstellung geöffnet.
So konnte sich der LVampNRW ein umfassendes Bild zur möglichen prothetischen Versorgung der oberen Extremitäten mit den Systemen der Vincent Systems GmbH machen.
In einer abschließenden Frage-Antwort Runde wurde nochmals die Thematik einer proth. Versorgung der oberen Extremität analysiert und erste Optimierungsvorschläge erstellt.
Die Zukunft der proth. Versorgung im Zusammenspiel der Akteure – Hersteller, Kostenträger, Leistungserbringer und Anwender – bleibt spannend, in der Hoffnung, das jeweils richtige proth. Passteil aus dem Pool der Angebote herauszufinden.

Buchvorstellung

Anwender- Trainingsprogramm für Vincent Evolution/Vincent Systems und andere Elektrohände

Mit einer Roboterhand zurück ins Leben
Leitfaden der rehabilitation in den Alltag/die Berufstätigkeit nach Amputation der oberen Extremität aus Sicht einer selbst betroffenen Krankenschwester im Operationsdienst.

Ein Buch, welches Aufklärungsarbeit für Patienten vor und direkt nach Amputation leistet, um ihnen auf ihrem zunächst unklaren, zukünftigen Weg in Alltag und Berufsleben Hilfestellung zu bieten.

Es richtet sich aber gleichermaßen auch an all die Therapeuten, Orthopädietechniker und an das medizinische Fachpersonal, um sie durch ein bildlich dargestelltes Anwendertrainingsprogramm in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Impressum:
Herausgeber und Verlag
Britta Meinecke-Allekotte, Krengelstraße 34c, 46539 Dinslaken

Bestellung über E-Mail: b-meinecke@t-online.de
ISBN: 978-3-00-066024-5
Preis: 32,80

Steckbrief

Mein Name ist Britta Meinecke -Allekotte. Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, habe einen 16 jährigen Sohn und wohne in Dinslaken.
Im November 2017 kam es bei meiner Arbeit als Operationsschwester, beim Entladevorgang eines Instrumentensiebes aus einem Dampfsterilisator, zu einem technischen Defekt an dem Sterilgutaufbereiter.
Unter der Diagnose schweres Kombinationstrauma bestehend aus thermischer Verletzung mit Temperaturen um die 120 Grad Celsius, und massiven Quetschungen der Hand und des linken Unterarmes bin ich in dem BG Klinikum in Duisburg behandelt worden.
Nach 6 Wochen Erhaltungsversuch gab es für mich wahlweise nur die Option des Handerhaltes mit Erreichung einer Restfunktion, die allenfalls in einer Beihand bestehen würde, also einer funktionslosen Teilhand, oder aber einer Unterarmamputation mit späterer myoelektrischer Prothesenversorgung.

Höchste Priorität bei meiner Entscheidungsfindung hatte neben einer reibungslosen Alltagsbewältigung, die berufliche Wiedereingliederung in meinen Beruf als Operationsschwester.

Nach der Entscheidung für eine Amputation habe ich eine 7 monatige berufsorientierte Rehabilitation in der hausinternen Operationsabteilung des BG Klinikums Duisburg in Form einer EAP-Arbeitsbelastungserprobung durchlaufen. Intensives Prothesentraining zur Automatisierung der Tätigkeiten als Operationsschwester, aber auch der Alltagsbewegungen.

Meine erste Prothese hat den Anforderungen nicht standgehalten, erst der Wechsel zu einer anatomisch geformten Prothesenhand war für meinen Kombinationsanspruch aus Fein – und Grobmotorik ausreichend.

Durch die große Unterstützung meines behandelnden Arztes, meines Orthopädietechnikunternehmens und des Prothesenherstellers ist es mir gelungen nach 1,5 Jahren wieder in Festanstellung als Operationsschwester tätig sein zu können.

Ehrenamtlich begleite ich die Funktion des Peers und übernehme nebenberuflich das Prothesengebrauchstraining bei meinem Orthopädietechniker. Hier entwickele ich eigene Trainingskonzepte und griffspezifische Nachschlagewerke.

Die Erstellung und Veröffentlichung meines Buches Anwendertrainingsprogramm für Vincent Evolution/ Vincent Systems und andere Elektrohände rundet zur Zeit mein Aufgabenspektrum ab. Es stellt einen Leitfaden der Rehabilitation in Alltag/ Berufstätigkeit nach Amputation der oberen Extremität dar. Es soll nicht nur Aufklärungsarbeit für Patienten darstellen, es richtet sich gleichermaßen auch an Therapeuten, Orthopädietechniker und medizinisches Fachpersonal, um sie durch ein bildlich dargestelltes Anwendertrainingsprogramm in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Ich bin einen sehr geradlinigen Rehabilitationsweg gegangen und freue mich darüber, dass ich beweisen konnte, dass eine berufliche Rehabilitation auch in sehr schweren Fällen möglich ist und hoffe anderen Betroffenen mit meiner Geschichte Mut machen zu können.
Trotzdem darf niemals vergessen werden, welchen Herausforderungen ein amputierter Mensch ausgesetzt ist. Die Tatsache, statt mit differenziert betrachteten 1000 Griffen der gesunden Hand, mit maximal 14 Griffen ohne Sensibilität durchs Leben zu gehen, ggf. zusätzlich den Verlust von Ellenbogen und Schultergelenk ausgleichen zu müssen, gleicht den Anforderungen eines Hochleistungssportlers.

Steckbrief

Name: Stefanie Dietrich
Alter: 37
Wohnort: NRW
Erlernter Beruf: Pferdewirtschaftsmeisterin
Amputiert seit: 2018

Training:

Durch 2x wöchentliche Ergotherapie versuche ich noch besser mit der Prothese umgehen zu können. Vom Becher halten, über Schuhe binden und Linkshänder Training bis hin zur Narbenbehandlung wurde und wird hier einfach alles beübt.

Physiotherapie ist für mich aber mindestens genauso wichtig. Dysbalancen in der Muskulatur oder Überbelastungen der gesunden Seite werden dort zeitnah behandelt und weitgehend abgestellt. Des Weiteren hilft mir die Physiotherapie beim Aufbau und dem Erhalt der Schulter- und Oberarmmuskulatur. Auch Übungen zur besseren Ansteuerung des Muskels werden trainiert.

Grund der Amputation:

Ein Arbeitsunfall mit einem Pferd führte zu einer Amputationsverletzung am rechten Zeigefinger, einer Quetschung der Hand sowie einer Fraktur am Grundgelenk des rechten Mittelfingers. Aus dieser, relativ unspektakulären Verletzung entwickelte sich ein chronisches Schmerzsyndrom (sog. CRPS- Syndrom). Dies führte, zu einem, monatelangem Krankenhausaufenthalt und plötzlich zählten unzählige Schmerzmedikamente, Arztgespräche und Therapien zu meinem Alltag.
Nach ca. zwei Jahren Dauerbehandlung und Therapien entschied ich mich gemeinsam mit den behandelnden Ärzten zu einer Amputation. Ziel war es, zumindest einen Teil meiner Lebensqualität wieder zu erlangen. Dieses Ziel haben wir auch erreicht! Seit der Amputation kann ich weitgehend ohne Schmerzen und ohne Medikamente Leben.

Prothesenart:

Ich bin mit einer Oberarmprothese mit einem Dynamic Arm (Otto Bock) und einer Vincent Evolution 3 (Vincent Systems) versorgt.
Nach einer Erprobung der Bebionic Hand sowie der Vario Speed Hand kam ich mit der
Vincent Hand am besten klar und deshalb entschied ich mich für diese Versorgung.
Diese Versorgung ermöglicht es mir wieder alle Dinge des täglichen Lebens selbständig zu erledigen. Egal ob Essen gehen, Hausarbeit oder basteln, mit dem „Dynamic Arm“ und der „Vincent Hand“ ist für mich wieder alles möglich.

Training:

Durch 2x wöchentliche Ergotherapie versuche ich noch besser mit der Prothese umgehen zu können. Vom Becher halten, über Schuhe binden und Linkshänder Training bis hin zur Narbenbehandlung wurde und wird hier einfach alles beübt.

Physiotherapie ist für mich aber mindestens genauso wichtig. Dysbalancen in der Muskulatur oder Überbelastungen der gesunden Seite werden dort zeitnah behandelt und weitgehend abgestellt. Des Weiteren hilft mir die Physiotherapie beim Aufbau und dem Erhalt der Schulter- und Oberarmmuskulatur. Auch Übungen zur besseren Ansteuerung des Muskels werden trainiert.

Außerdem hilft mir ein permanenter Austausch mit anderen Prothesenträgern beim Erlernen neuer Dinge. Das effektivste Training ist jedoch die Prothese zu tragen und gewisse Dinge einfach zu probieren sozusagen „learning by doing“.

Ziele:

Meine Ziele sind z.B. eine noch genauere Steuerung der Prothese und eine Tätigkeit als Peer um anderen Betroffenen zu helfen.
Außerdem bin ich seit meinem Unfall im Parasport aktiv und hoffe, dass ich da zusammen mit meiner Trainingsgruppe noch den ein oder anderen Erfolg verbuchen kann.
Beruflich möchte ich in meinem neuen Job als Fachkraft für Arbeitssicherheit Fuß fassen und kann damit auch anderen Betroffenen zeigen, dass es trotz Schicksalsschlag immer weitergeht!