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Forschungsprojekt „iProt“ gestartet:
Intelligente Prothese soll Gehen sicherer machen
Für Menschen mit einer Unterschenkelamputation ist sicheres und komfortables Gehen im Alltag oft eine große Herausforderung. Klassische Prothesen stoßen hierbei schnell an statische Grenzen, da kleinste Passungsfehler im Schaft zu Druckstellen und Schmerzen führen können.
Genau hier setzt das am 1. Dezember gestartete Forschungsprojekt „iProt“ des Fachbereichs Informatik und Automation der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) an. Ziel des Vorhabens ist es, eine intelligente Unterschenkelprothese zu entwickeln, die Bewegungen vorausschauend erkennt, Gangmuster analysiert und ihre Trägerinnen und Träger aktiv im Alltag unterstützt.
Technologie, die mit dem Körper arbeitet
Das Projekt verbindet moderne, additiv gefertigte Drucksensorik mit exoskelettbasierten Technologien. Durch kontinuierliche Messungen von Druck, Temperatur und Belastung an empfindlichen Punkten soll sich das System dynamisch an unterschiedliche Geländearten und Belastungssituationen anpassen. Das optimiert nicht nur den Tragekomfort und die Stabilität, sondern schont auch die Komponenten.
Erster Vor-Ort-Termin mit dem LVampNRW
Am 08.04.2026 fand an der TH OWL ein erster Vor-Ort-Termin mit dem LVampNRW statt. Das Treffen diente der offiziellen Vorstellung des Projekts sowie einem konstruktiven fachlichen Austausch über die zukünftige praxisnahe Erprobung.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Projekt verbindet wissenschaftliche Expertise und industrielle Umsetzungskraft in einem starken Konsortium:
- Projektleitung Prof. Dr. Oliver Stübbe
- Sensorik: Abhijeet Shrotri (M.Sc.) – Fachgebiet Optical Engineering / Institut für Energieforschung (TH OWL)
- Elektronikentwicklung: Dr.-Ing. Holger Flatt – Fraunhofer IOSB-INA
- Prothesenschaft-Entwicklung: Herr Dirk Kremser – Servicefertigung Kremser GmbH
- Exoskelettentwicklung: Herr Toni Frankenstein – NatStruct AG
Nächste Schritte: In den kommenden Phasen stehen die Entwicklung erster Prototypen sowie Belastungstests unter realen Bedingungen im Fokus, um das System langfristig sicher in die Patientenversorgung zu überführen.